… und kein Kraftfahrzeug!

Was im rechtlichen Sinne als Kraftfahrzeug zu behandeln ist, definiert das Gesetz. Gemäß § 1 Abs.2 StVG geht es dabei um durch Maschienenkraft bewegte Landfahrzeuge, die nicht an Bahngleise gebunden sind. Das hatte der Amtsrichter eines kleinen Küstenstädtchens völlig übersehen und einen Bootsführer, der mit seinem Fischkutter der Wasserschutzpolizei mit über 2 Promille ins Netz gegangen war, zu einer Geldstrafe verurteilt und die Fahrerlaubnis entzogen.

Zwar stellte das Verhalten des Bootsführers eine Trunkenheitsfahrt im Sinne des Strafgesetzbuches dar. Denn danach ist die Trunkenheit im Verkehr strafbar. Und der Verkehrsraum erstreckt sich auch auf die See. Deshalb war die Verurteilung zu einer Geldstrafe auch nicht zu beanstanden. Aber der Entzug der Fahrerlaubnis droht gemäß § 69 StGB nur dem Führer eines Kraftfahrzeuges. Und dabei handelt es sich nun mal um ein Landfahrzeug.

Das hat das OLG Rostock jetzt noch mal klargestellt. Ahoi!