Vor wenigen Stunden ist der diesjährige Deutsche Verkehrsgerichtstag in Goslar zu Ende gegangen. In acht Arbeitskreisen erarbeiteten die aus der gesamten Republik angereisten Verkehrsrechtler und -wissenschaftler Empfehlungen für Gesetzgebung und Rechtsprechung. Bedauerlich, dass die rechtspolitische Bedeutung der Tagung unter den in der Hauptstadt ansässigen Rechtsanwälten so wenig Beachtung findet. Auch der 49. VGT litt darunter, dass auf dem Gebiet des Verkehrsrechts tätige Rechtsanwälte völlig unterrepräsentiert waren. In der knapp vierzehn Tage vor Beginn der Tagung geschlossenen Teilnehmerliste finden sich die Namen von lediglich elf Berliner Rechtsanwälten. Und das bei rund 13.000 in Berlin zugelassenen Rechtsanwälten. Bei diesem Desinteresse der Anwaltschaft kann es nicht verwundern, dass die von Goslar ausgehenden Empfehlungen die Handschrift von Ordnungs- und Verfolgungsbehörden sowie der Versicherungswirtschaft tragen.